22. Tag

18.03.2000
Der heutige Tag sollte eine Neuseelandnordteildurchquerung werden.
Das nächste Ziel sollte Rotorua werden.
Das war ein gutes Stück Wegstrecke.
Aber es konnte nix schiefgehen, wenn wir den Highway 1 nicht verlassen.
Huntersville war eine nette Kleinstadt, die uns durch einen gigantischen Tankstellenshop von der Straße zog.
Dort kauften wir alles an Vorräten nach, was fehlte.
Als wir wieder auf der Piste waren stellten wir fest, dass wir zwar alle Lebensmittel hatten, aber das mit dem Tanken hatten wir vergessen.
In Taihape wurde noch mal getankt.
Dann sagte Martina, dass sie nun dringend einen Rastplatz im Schatten bräuchte und sie Hunger hätte.
Doch das sollte nicht so einfach sein.
Plötzlich und unerwartet waren wir in einer echten Wüste gelandet.
Es brannte die Sonne vom Himmel und es gab auch kaum Parkplätze, die im Schatten lagen.
Nach fast einer Stunde kamen wir wieder in Gebiete die Bäume hatten und Schatten aufweisen konnten.
Hier machten wir eine längere Pause, aßen etwas und entspannten.
Dann ging's weiter am Lake Taupo vorbei nach Rotorua. Wir hatten ja schon in unserem Reiseführer gelesen, dass man die Stadt am Geruch erkennt, aber dass die damit SO recht hatten, wurde uns dann beim überschreiten der Stadtgrenze sehr schnell deutlich.
Es stank diabolisch nach Schwefel.
Rotorua ist auf einem sehr aktiven thermalen Gebiet erbaut worden. So wundert es dann auch keinen, wenn der Campground, den wir uns am See gesucht hatten, auch beheizte Zeltplätze anbot.
Diese werden in geringer Tiefe von heißem Wasser durchspült und sind eine natürliche Fußbodenheizung.
Sowas brauchten wir mit dem Camper aber nicht.
Der Campground war gepflegt und wir machten noch einen Spaziergang am See entlang, bevor wir uns zur Ruhe begaben.
An diesem Abend wurde auch die Flasche mit dem amerikanischen Champagner geköpft, die wir auf dem Flug von LA nach Auckland von der Stewardess bekommen hatten.
(Entschädigung für das downgrade).
Daher schlief ich diese Nacht besonders gut.