11. Tag
07.03.2000
Am Morgen werden die Duschen inspiziert und für gut befunden.
Nach der Morgentoilette und einem Frühstück mit den gestern erworbenen Neuseeländischen Köstlichkeiten (darunter auch Marmelade aus der Plastiktüte zum auspressen) geht es weiter die Küste runter.
In Washdyke (das ist kurz vor Timaru) verlassen wir den Highway 1 und fahren auf der 8 in Richtung Lake Tekapo.
Dort angekommen wollen wir sofort zu der - uns schon in Deutschland auf Dias gezeigten - berühmten Kirche am See und dem tollen Hundedenkmal.
Der Blick an dieser Stelle ist einfach überwältigend.
So was von Weite hatte ich in der Art noch nicht gesehen.
Leider ist es hier nicht wie auf allen Bildern, die ich bisher gesehen hatte (und ich selbst auch gemacht habe).
In den Prospekten ist es immer Menschenleer und Einsam.
Aber in der Wirklichkeit tummeln sich hier Menschen aller Nationalitäten.
Hauptsächlich Asiaten werden wir auf unseren ganzen Reise an markanten Punkten wiedertreffen.
Und das in einer Anzahl, dass man glauben kann, China läge nebenan.
Also hilft nur Eines: wir müssen uns vom Parklatz mehr als 200 Meter entfernen.
Schon nach einer so geringen Distanz lichten sich die Menschenmassen gewaltig.
Und nachdem wir nun 1 Kilometer Richtung Ort gegangen sind, können wir alleine den kurzen Wanderweg genießen, der uns um das kleine Städtchen Lake Tekapo führt.
Nach einem recht anstrengenden Marsch von ca. 45 Minuten werden wir auf einer Anhöhe mit einem noch besseren Blick belohnt.
Von hier aus hat man einen wunderbaren Rundblick über die ganze Gegend.
Im Hintergrund eine recht trockene Steppenlandschaft und im Vordergrund der See mit den Alpen.
Nach dem Abstieg geht's weiter in Richtung Lake Pukaki.
Dort machen wir eine Rast und schlafen ein wenig.
Der Jetleg ist noch immer nicht ganz überstanden. Nun kommt schon langsam wieder die Frage auf " wo bleiben wir die Nacht?"
Die Sackgasse von 50 Km zum Mt. Cook wollten wir uns nicht zumuten.
Auch die Wetterverhältnisse und die Temperaturen dort oben waren uns nicht klar.
Also ging es einfach die "Rundstrasse" weiter.
Sie führte uns Richtung Lake Pukaki und der Stadt Twizel.
Überall schauten wir nach einem geeigneten Campground, aber Alles sagte uns nicht zu.
Nachdem wir schon Omarama und Otematata hinter uns gelassen hatten, überlegten wir schon, ob wir nun in der Wildnis übernachten müssen.
Aber dann fanden wir in Kurow einen wunderschönen Holidaypark, auf den wir eincheckten.
Die Nacht war gerettet. Da hier Nachsaison ist, hatten wir auf der ganzen Reise mit einer Ausnahme in Dunedin immer die freie Wahl des Stellplatzes; und hier waren wir fast alleine.
Nach einem guten Abendbrot, das aus Nudeln bestand, ging's ab in die Falle.