19. Tag
15.03.2000
Nach einem sehr netten Frühstück in der Küche des Hauses und einem Smalltalk machten wir uns wieder auf die Straße.
Nach wenigen Kilometern schauten wir dann noch beim Franz Josef Gletscher vorbei.
Wo wir schon mal gerade in der Nähe waren...
Hier hatten wir einen sehr krassen Gegensatz der Fauna und Landschaften.
Um zum Gletscher zu gelangen, mussten wir hier durch eine Art Dschungel!
JA es hatte eine Vegetation von ca. 3 bis 4 Metern Höhe.
Die Pflanzen hatten teilweise ein sehr sattes Grün.
Nach ca. 400 Metern durch diesen Busch trat man ins Freie und konnte den Gletscher sehen.
Er sah aber auch nicht anders aus, als der gestern besuchte Eisblock.
Um die Gletscher richtig ausmachen zu können, empfiehlt es sich, einen Hubschrauberrundflug zu machen.
Da kann man dann, je nach Geldbeutel, gleich auch noch mal beim Mt. Cook vorbeischauen.
Aber wir wollten unser Geld lieber für was Anderes ausgeben.
Also weiter auf dem Highway. Wir wollten jetzt auf der Südinsel nur noch Kilometer machen.
Es waren für uns, in unserem Zustand, keine größeren Sehenswürdigkeiten mehr auszumachen.
Deshalb fuhren wir auf der 6 nach Greymouth und wollten weiter nach Punakaiki.
Dort hatten wir einen netten Campground ausgemacht.
Aber wie das Leben so spielt, kam Alles anders als man denkt.
Kurz hinter Greymouth stand ein großes Schild an der Straße.
Shanty Town rechts ab.
Da war Dieter nicht mehr zu halten. Shanty Town war eine sehr nette Nachbildung einer Goldgräberstadt aus 1870.
Die Häuser waren teilweise noch Originale aus der Gegend.
Sie wurden demontiert und hier in der Ministadt wieder aufgebaut.
Es sah alles wirklich sehr echt aus.
Auch eine Dampflok hatten die dort.
Die machte eine kurze Fahrt in den Busch zu den Goldschürfstellen.
Hier konnten die dummen Touristen (und wir) mit präparierten Schürfpfannen Gold waschen.
Wir entschlossen uns aber auch noch für die Variante "ECHT" Gold zu waschen.
Für einen kleinen Obolus konnten wir oben am Berg so lange Gold waschen, wie wir Lust hatten. Wir hatten ca. 45 Minuten Lust. Nach dieser Zeit hatte ich 2 Staubglitzerstücke dem Berg entrissen.
Marktwert ca. 7 Pfennig.
Kein guter Stundenlohn aber eine Mordsgaudi.
Nach einem Essen im Saloon ging es dann weiter nach Punakaiki.
Aber vorher trafen wir auf die Pancake Rocks.
Das ist eine Felsformation am Strand, die ihresgleichen sucht. Hier hat die Natur in langer Kleinarbeit den Fels aus unterschiedlichen Materialien so abgetragen und ausgewaschen, dass es aussieht, als ob da jemand hunderte von Pfannkuchen übereinandergestapelt hat.
Es war ein prima Rundweg angelegt und wir konnten auf Tafeln lesen, wie es zu den Gebilden gekommen ist und was die Maoris so davon hielten.
Um aber zu den Rocks zu gelangen musste man durch einen mannshohen Dschungel gehen, der zum Glück mit gut ausgebauten Wegen bestückt war.
An dem Visitor Center gönnten wir uns dann noch ein Kleinigkeit zu essen und inspizierten den Souvenirladen.
Hier wurde Werbung für den Verkauf von Opossumfellen gemacht.
Dieses Tier ist in Neuseeland eine Plage geworden. Es sieht aus wie ein kleiner Waschbär und hat keine Feinde hier.
Es gibt sie zu Tausenden und man kommt keine 5 Kilometer weit, ohne ein überfahrenes Tier zu sehen.
Aber wir wollten kein totes Tier kaufen.
Wir tuckerten weiter den Highway 6 entlang bis wir nach Punakaiki kamen.
Der Campground war direkt am Meer. Nett gelegen und sauber.
Gute Nacht.